Struktur des Staunens - Wittus Witt

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Jetzt vorbestellen. Mit diesem Werk liegt erstmals seit Jahrzehnten wieder ein umfassendes deutschsprachiges Grundlagenwerk vor, das die Zauberkunst in ihrer gesamten Breite behandelt - nicht als Trickbuch, sondern als grundlegendes Werk zum Verständnis der Zauberkunst als Kunstform.
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Struktur des Staunens - Wittus Witt

Das neue Handbuch der Zauberkunst

Mit diesem Werk liegt erstmals seit Jahrzehnten wieder ein umfassendes deutschsprachiges Grundlagenwerk vor, das die Zauberkunst in ihrer gesamten Breite behandelt - nicht als Trickbuch, sondern als grundlegendes Werk zum Verständnis der Zauberkunst als Kunstform. Die Zauberliteratur wurde immer wieder durch einzelne bedeutende Werke geprägt - jedoch jeweils mit unterschiedlicher Zielsetzung:

Henk Vermeydens Handboek der Goochelkunst (1960) vermittelte vor allem das praktische Erlernen der Zauberkunst.

Jochen Zmecks Handbuch der Magie (1976) wurde für viele Generationen zur Einführung in Techniken, Grundeffekte und Routinen.

Dariel Fitzkee analysierte in seiner berühmten Trilogie (Showmanship for Magicians, The Trick Brain, Magic by Misdirection (1943-45)) Präsentation, Trickaufbau und psychologische Täuschung.

Robert Parrishs The Magician's Handbook (1944) verfolgte ähnliche Gedanken.

Paul Harris schließlich stellte mit The Art of Astonishment (1996) den besonderen Moment des Staunens in den Mittelpunkt kreativer Zauberkunst.

Struktur des Staunens verfolgt erstmals einen umfassenderen Ansatz.

Dieses Buch erklärt nicht nur, wie Zauberkunst gemacht wird, sondern vor allem:

Was Zauberkunst eigentlich ist, warum sie wirkt - und wodurch Staunen entsteht.

Dabei geht es ausdrücklich um weit mehr als nur den Begriff des Staunens. Das Buch behandelt nahezu alle wesentlichen Bereiche der Zauberkunst:

- Kulturelle Stellung und Definition der Zauberkunst
- Abgrenzung zu Betrug, Ritual, Okkultismus und Aberglauben
- Wahrnehmung, Psychologie und Illusion
- Prinzipien des Staunens und Zuschauerwirkung
- Geschichte und Entwicklung der Zauberkunst
- Aufbau, Techniken und Grundbegriffe
- bedeutende Zauberkünstler und Vorbilder
- Gemeinschaft, Presse und Treffpunkte der Zauberkunst
- verwandte Künste wie Bauchreden oder Quick-Change
- Fernsehen, Chronisten und Dokumentation
- Handel, Hilfsmittel und Herstellung
- Literatur, Quellen und Zukunftsperspektiven der Zauberkunst

Damit versteht sich das Buch bewusst als: „Das neue Handbuch der Zauberkunst“.

Wichtig ist dem Autor dabei eine klare Einordnung:

Dieses Werk hat nichts mit dem vor rund fünfzig Jahren erschienenen „Handbuch der Magie“ von Jochen Zmeck gemeinsam.

Der Untertitel ist bewusst gewählt. Gemeint ist kein weiteres Lehrbuch von Kunststücken, sondern eine neue Gesamtschau der Zauberkunst - ihrer Wirkung, Geschichte, Ausdrucksformen und kulturellen Bedeutung.

Eine längst überfällige Würdigung der Zauberkunst

Mit „Struktur des Staunens - Das neue Handbuch der Zauberkunst“ legt Wittus Witt ein Werk vor, das in dieser Form bislang gefehlt hat: kein Anleitungsbuch für Kunststücke, keine Sammlung von Geheimnissen, sondern ein umfassendes Grundlagenwerk über Wesen, Wirkung, Geschichte und kulturelle Stellung der Zauberkunst. Bereits im Vorwort macht der Autor deutlich, worum es ihm geht: um eine ernsthafte Betrachtung einer Kunstform, die häufig auf bloße Tricks reduziert wird.

Schon der Titel erweist sich als klug gewählt. „Struktur des Staunens“ klingt zunächst überraschend, trifft jedoch den Kern des Buches präzise. Witt zeigt überzeugend, dass Staunen in der Zauberkunst keineswegs zufällig entsteht, sondern einem inneren Aufbau folgt:

Wahrnehmung, Erwartung, Aufmerksamkeit, Überraschung und Nachwirkung greifen ineinander.

Das Staunen erscheint hier nicht als spontaner Effekt, sondern als gestalteter Prozess - und genau diese „Struktur“ macht das Buch sichtbar.

Besonders der Untertitel „Das neue Handbuch der Zauberkunst“ verankert diesen anspruchsvollen Gedanken zugleich klar im Themenfeld der Zauberkunst.

Die besondere Stärke des Buches liegt in seinem Perspektivwechsel.

Witt betrachtet Zauberkunst nicht als Rätselkunst, sondern als Kunst der Wahrnehmung, Gestaltung und Kommunikation.
Gerade die frühen Kapitel überzeugen durch ihre klare Argumentation. Themen wie kulturelle Einordnung, Abgrenzung zu Betrug und Aberglauben, Psychologie der Wahrnehmung oder die „Prinzipien des Staunens“ werden verständlich, präzise und ohne akademische Überfrachtung erklärt. Besonders gelungen ist dabei die zentrale These, dass Staunen nicht aus Geheimnissen entsteht, sondern aus ihrer künstlerischen Gestaltung. Bemerkenswert ist auch der kulturhistorische Blick.

Der Autor zeigt, dass Zauberkunst bereits im 18. Jahrhundert in enzyklopädischen Werken als beschreibbare und erklärbare Kunstform behandelt wurde und keineswegs außerhalb kultureller Entwicklungen stand. Solche Passagen machen das Buch weit mehr als zu einem Fachwerk für Zauberkünstler - es wird zu einer Kulturgeschichte des Staunens. Dabei bleibt der Stil erfreulich zugänglich.

Witt schreibt klar, strukturiert und ohne unnötigen Fachjargon. Selbst komplexe Zusammenhänge über Wahrnehmung, Aufmerksamkeit oder psychologische Mechanismen werden nachvollziehbar vermittelt. Das Buch richtet sich daher nicht nur an aktive Zauberkünstler, sondern ebenso an kulturinteressierte Leser, Theatermenschen oder alle, die verstehen möchten, warum Menschen staunen.

Besonders überzeugend ist der Verzicht auf Effekthascherei. Struktur des Staunens will nicht entzaubern, sondern Verständnis schaffen - und zeigt gerade dadurch Respekt vor seiner Kunstform. Der Leser erfährt nicht nur etwas über Zauberkunst, sondern beginnt sie anders zu betrachten. Das ist vielleicht die größte Leistung dieses Buches.

Die Grundlage dieses Buches bilden mehr als fünf Jahrzehnte intensiver Beschäftigung mit der Zauberkunst. Als professioneller Zauberkünstler, Autor, Herausgeber, Sammler, Historiker, Veranstalter und Gründer des Museums Bellachini konnte Wittus Witt die Zauberkunst aus ganz unterschiedlichen Perspektiven erleben und mitgestalten. Die Erfahrungen aus diesen Bereichen fließen in dieses Werk ein und verleihen ihm einen Blickwinkel, der weit über die praktische Ausführung von Kunststücken hinausgeht.

Besonders hervorzuheben ist die außergewöhnlich hochwertige Ausstattung:

Großformat: 28 × 21 cm, Umfang: 208 Seiten mit 200 Abbildungen, großzügiges Layout.

Es handelt sich um ein Buch, das nicht nur gelesen, sondern dauerhaft genutzt, nachgeschlagen und gesammelt wird - für Anfänger ebenso wie für erfahrene Zauberkünstler, Sammler, Bibliotheken, Vereine und historisch Interessierte.

Trotz der hochwertigen Ausstattung bleibt der Preis bewusst niedrig.

Fazit: Struktur des Staunens ist ein außergewöhnliches Grundlagenwerk, das der Zauberkunst jene Ernsthaftigkeit verleiht, die anderen Künsten längst selbstverständlich zugestanden wird. Ein kluges, reflektiertes und anregendes Buch - nicht nur für Zauberkünstler, sondern für alle, die sich für Wahrnehmung, Theater und Kultur interessieren.

Erste Stimmen zum Buch:

Prof. Dr. Reinhard Hohlfeld: Meine allererste Reaktion: pure Begeisterung. Damit ist Dir ein ganz großer Wurf gelungen (bzw. wird Dir gelingen). Es besteht wirklich ein Riesenbedarf und die Zeit ist mehr als reif für eine zeitgemäße, umfassende Darstellung der Zauberkunst. Das hast Du fantastisch angepackt und umgesetzt.

Roman Ertl: Zu den Innovationen: Zunächst die von Dir betonte, aber noch nicht in der Breite der Zauberei umgesetzte Position, dass der Trick nicht zentral steht. Dies ist ein Paradigmenwechsel in der Zauberei, weil Du damit bestehendes Denken auf den Kopf stellst. Diese Betonung Deiner Sichtweise über Zauberkunst bildet sich auch sprachlich sowie andere Schwerpunkte setzend ab: „Kulturelle Stellung“, aktualisierte Definition mit Abgrenzungen, Gemeinschaft, Kongresse, Chronisten, Gedächtnis, Handel, Werbungsrezeption, Malerei, Zukunft. Ein Handbuch, das als Update bestehender Werke gesehen werden kann. Denn es ergänzt diese mit der dominierenden Perspektive: Kunstform.

Dr. Alex Romanoff: Ich halte das Buch für wirklich einzigartig. Es bietet einen Überblick - und genau das fehlt meiner Meinung nach momentan in der Zauberliteratur. Es betrachtet Zauberkunst aus verschiedenen Perspektiven, und ich kann mir gut vorstellen, dass es Menschen aus Bereichen wie Kulturwissenschaft oder Kunstgeschichte dazu anregt, sich intensiver mit Zauberkunst auseinanderzusetzen.