65 Jahre Stolina

Seminarbericht Novitäten Christoph Borer 2015

Seminarbericht Christoph Borer - Novitäten

Christoph Borer Reiseprospekte

Wir schreiben den 29.06.2015.
Der Sommer bahnt sich langsam seinen Weg um eine der heißesten Wochen der vergangenen fünf Jahre einzuleiten.Ebenso bahnt sich ein sehr sympathischer Künstler aus der Schweiz seinen Weg in das Studio von STOLINA MAGIE in Oelde um sein neues Seminar „NOVITÄTEN“ zu präsentieren.
Pünktlich und gut gelaunt begrüßt Christoph Borer um 19.00 Uhr sein kleines Auditorium.
Hierzu lässt er einen Zuschauer einen von fünf farbigen Zetteln wählen.Der Inhalt lautet: „Möge das Seminar beginnen“ - Schmunzeln im Publikum.Vielleicht steht dieser Satz auf allen der 5 Zettel, doch weit gefehlt. Jeder der Zettel hat einenanderen Inhalt. Hätte man sich bei diesem Künstler auch denken kennen.Christoph Borer löst gleich zu Beginn des Seminars ein Versprechen ein und kommt somit beidiesem Kunststück auf das Thema Forcieren zu sprechen. Eine Besonderheit seiner diesjährigen Seminartour die er exklusiv für STOLINA MAGIE eingebaut hat. Vielen Dank lieber Christoph!Insbesondere erläutert er die Varianten der sogenannten Vor-Force und welche Möglichkeiten es hierbei gibt.

Als nächstes lädt Christoph uns ein, mit ihm „Positiv durchs Jahr“ zu gehen. So lautet der Titeleines kleinen Büchleins, das Christoph extra für diesen Effekt hat produzieren lassen. Es handelt sich beim Inhalt um eine Art spirituellen Ratgeber, bei dem auf jeder Seite eine andere Botschaft steht. Im August zum Beispiel steht: “Stellen Sie mal etwas auf dem Kopf“.
Gesagt - getan wurde die Rückseite des Buches abgetrennt, auf den Kopf gestellt um anschließend wieder fest, aber auf dem Kopf eben, am Buch angekommen zu sein. Das Buch wurde anfangs der Routine von einem Zuschauer kontrolliert und signiert und kann im Anschluss an einen erstaunten Zuschauer verschenkt werden.
Nachdem wir die Reise durch Christophs spirituelles Jahr beendet haben, stellt er uns gut 2Dutzend Reiseprospekte einiger Länder vor, in denen er schon gewesen ist. Die Aufgabe des Publikums besteht nun darin, die Hefte in 2 Stapel völlig willkürlich in links und rechts aufzuteilen.

Damit sich auch niemand vertut aus welcher Blickrichtung links und rechts zu sehen ist, wurden hierzu noch 2 kleine Tafeln aufgestellt, auf denen die entsprechenden Seiten (Links u. Rechts) notiert sind.Nachdem alle 12 Hefte - völlig frei - von mehreren Zuschauern aufgeteilt sind, erklärt der Seminarleiter, dass er wohl in allen Ländern schon einmal gewesen sei, aber nicht in allen auch schon aufgetreten ist. Dabei dreht er die kleinen Tafeln um, wobei auf der einen ein Kreuz und auf der anderen ein Haken zum Vorschein kommt. In allen Ländern wo er auch auftreten sei, habe er einen grünen Haken auf die Rückseite des Prospektes gemacht, alle anderen wo er noch nicht auftreten ist, befindet sich das Kreuz. Die Prospekte werden entsprechend der Sortierung des Publikums durchgesehen, und es stellte sich heraus, dass sich hinter der Tafel mit dem Kreuz nur Prospekte mit einem Kreuz auf dem Rücken befanden. Hinter der Tafel mit dem Haken entsprechend nur Prospekte mit einem Haken.

Das hier zu Grunde liegende Trickprinzip ist ebenso einfach wie genial und lässt sich hervorragend für Firmenengagement jeder Art individualisieren, was die Gage um einige Euros nach oben treiben dürfte. Weiter geht es mit einer Open-Prediction. Auf einer Holztafel werden 3 Kartenwerte offen notiert und präsentiert. Erst jetzt streift der Seminarleiter ein Kartenband aus, aus dem wieder von 3 Zuschauern 3 Karten völlig frei gewählt werden. Gesagt - getan, werden eben jene gewählte Karten aus dem Kartenband geschoben und offen präsentiert. Auch hier zeigte sich wieder zur Verblüffung aller Anwesenden eine 100%-tige Übereinstimmung. Dieser Effekt arbeitet mit einer Vielzahl aus unterschiedlichen Techniken sowie eines eingeweihten Zuschauers. Ein wirkliches Wunder mit 3 Spielkarten, einer Holztafel und einem Stück Kreide.
Christoph Borer


Da die Würstchen auf dem Grill an dieser Stelle noch einige Minuten benötigen, wird die angekündigte Pause etwas verschoben, und Christoph zeigt uns einen Effekt, der für die 2. Seminarhälfte geplant ist.

Hierzu erzählt er uns von seiner Leidenschaft zu Hunden. Er reicht ein Buch mit über 300 Hunderassen ins Publikum und präsentiert anschließend einen verschlossen Umschlag, den er gut sichtbar aufstellt. Mittels eines Taschenrechners wird durch drei Zuschauer nun eineSeitenzahl ermittelt, indem jeder der Zuschauer eine zweistellige Zahl in den Rechner tippt, addiert und der letzte Zuschauer durch betätigen der „Gleichtaste“ ein Ergebnis ermittelt. 

In unserem Fall ist es die Seite 146, auf welcher einige Fakten der Rasse Labrador stehen.Christoph weist auf den Umschlag hin, öffnete diesen und zum Vorschein kommt, anlehnend an den berühmten Baby Gag, eine einfache Strichzeichnung eines Hundes, die auch alles andere hätte darstellen können. 
Christoph erklärt uns, dass es mit dem Zeichnen nicht so seine Stärke sei, drehte die Zeichnung um und auf dieser steht tatsächlich Labrador-Retriever! Ein Hammer Effekt, den er aus einem Kunststück von Wolfgang Moser abgeleitet hat.
Nun ist es soweit, auf Idee eines Teilnehmers haben es sich Robert und Maria Fislage in derPause nicht nehmen lassen zum Essen einzuladen. Schwiegersohn Christian bereitet Bratwurst zu, während Maria leckere Salate, Zarziki, Kräuterbutter und Weißbrot auftischt.
Selbstverständlich werden wie bei jedem Seminar auch wieder Kaltgetränke und Kaffee gereicht. Der Beginn der 2. Hälfte wird durch einen kleinen Werbeblock von Charly Dörries eingeleitet.
Dieser stellt die neuen Bücher Postskriptum 1 + 2 zur Geschichtenerzählenden Zauberkunst vor, bei denen Christoph Borer ebenso im Redaktionsteam sitzt wie Dörries selbst. Dritter im Bunde ist Harald Landefeld, der an diesem Abend aber leider nicht anwesend ist.

Postscriptum erscheint 2-mal jährlich und ist als Abo beim Readaktionsteam erhältlich. Wer sich aber nicht an ein Abo binden möchte, erhält selbiges auch im Einzelerwerb im reichhaltigen Sortiment von STOLINA MAGIE.

Christoph Borer Labrador

Weiter geht es mit Christoph Borer, der mit dem gefährlichsten Kartentrick der Welt startet.
Auf dem Tisch steht ein edles Weinglas mit einem gewöhnlichen Kartenspiel. Dieses wird der Schachtel entnommen, und ein Zuschauer wird gebeten eine Karte zu wählen und wieder zurück ins Spiel zu stecken. Gesagt - getan, kommt das ganze Deck wieder zurück in die Kartenschachtel.
Des Weiteren fügt der Seminarleiter dieser Schachtel eine scharfe Rasierklinge zu. Das ganze Arrangement wird ein paar mal geschüttelt und dann der Inhalt in das Weinglasgeschüttet. Es stellt sich heraus, dass alle Karten von der Klinge zerstört wurden, bis auf die eine, und das war die vom Zuschauer gewählte.
Bewerkstelligen lässt sich dieser Trick mit einem selbstgebauten Gimmick sowie einer Kartenforce. Borer ging an dieser Stelle darauf ein, dass es völlig egal sei welche Force man anwende, solange diese authentisch ist und funktioniert. Er selber benutzte in diesem Fall die Klassische Force.
Zu Hilfsmitteln hatte er einen ähnlichen Tip. Diese müsse einfach nur funktionieren, ob die dann später auch perfekt aussehen, sei nebensächlich. Er habe da auf den Bühnen dieser Welt schon mache Kiste gesehen, die einfach nur durch Gaffa-Tape gehalten wird. Gaffa hält die Welt zusammen, das ist wohl so.

Das nächste Kunststück ist ein Buchtest, den Christoph selber entwickelt hat. Hierzu steht ein Buch des Autors Theodor Storm Pate, „Der Schimmelreiter“. Ein Seminarteilnehmer wird gebeten, frei eine Seite aus dem Buch auszuwählen, merkt sich ein nicht allzu kurzes Wort und Christoph liest unmittelbar Buchstabe für Buchstabe die Gedanken des Probanden. Eine bekannte Technik wird hier durch einige psychologische Feinheiten deutlich verbessert. Ihm ist es mit diesem Buchest gelungen, selbst eine erfahrene Buchhändlerin zu täuschen.

Bevor Christoph Borer zum letzten Kunststück des Seminar kommt, geht er auf Wunsch eines Seminaristen noch auf seine Buchseiten Wanderung ein. Nach perfekter Präsentation und Erklärung steht er für viele Fragen, nicht nur zur Buchseiten Wanderung, Rede und Antwort.

Christoph Borer Autogramm

Solche Fragen gibt es immer wieder zu Borers genialen Ideen, welche Christoph auch stets
an jeder Stelle des Seminars ausführlich beantwortet. Last but not least, lädt uns Christoph ein, mit ihm eine Reise in seine Kindheitstage zu unternehmen. Er präsentiert uns ein Buch von Arsene Lupin, wobei nicht der gleichnamige Zauberer aus Polen gemeint war. Dieses ist eines seiner Lieblingsbücher in Kindheitstagen gewesen.

In der präsentierten Geschichte geht es eben um jenen Gauner, der einen erheblichen Geldbetrag in einem gesicherten Versteck gebunkert hat. Das Publikum wird aufgefordert bei der Klärung des Verbrechens zu helfen. Hierzu steckt der Künstler 5 Umschläge in das Buch, dieses sind verschiedene Schätze, aber in nur einem sei tatsächlich der Geldbetrag. Nach und nach wählen die Zuschauer einen Umschlag aus. Wie sich herausstellt, befindet sich erst im letzten Umschlag der Geldbetrag, wobei in allen anderen Umschlägen ein schöner Spruch zu finden ist.
Um 22.05 Uhr ist es dann leider soweit, ein Seminar, in dem für jeden etwas dabei gewesen sein dürfte, geht zu Ende. Christoph Borer weist noch einmal darauf hin, dass alle Effekte die er gezeigt hat, selber hergestellt werden können. Für die eher Bequemen, wie mich, gibt es aber auch die Möglichkeit fertige Sets am Ende zu kaufen. Langanhaltender Applaus ist sicher der verdiente Lohn für ein inspirierendes Seminar.
Herzlichen Dank, lieber Christoph, für einen Abend voller Wunder und zauberhafter Momente.
Carsten Risse