65 Jahre Stolina

Seminarbericht Christian Knudsen

Christian Knudsen

Am 06.03.02 war es endlich wieder soweit: Stolina Magie lud zum Seminar. Diesmal mit Christian Knudsen, einem der bekanntesten Zauberer Deutschlands. Um 19.20 Uhr ging es dann los.

Christian startete mit seiner Lieblingsroutine "Schwamm drüber". Er entlieh sich einen roten Fussel und warf diesen auf eine kleine Holzkelle. Sofort verwandelte sich der Fussel in einen großen flauschigen Punkt. Noch ein Punkt erschien auf der anderen Kellenseite. Als Christian die Punkte abnahm, verwandelten sich diese in zwei rote Schwammbälle. Er drückte auf die Bälle und brachte sie dadurch zum Quietschen. Ein Zuschauer versuchte vergeblich, ihm dies nachzumachen (dafür quietschte seine Schulter). Es folgte die Klimax mit einer schnellen und sauberen Scheinübergabe der Bälle.

Weiter ging es mit der "Karte in Brieftasche". Hierbei verwendet Christian übrigens eine von ihm selbst präparierte Brieftasche, die es ermöglicht, den Zuschauer selbst in das Reißverschlussfach greifen zu lassen. Bei dieser Routine wanderte die unterschriebene Karte gleich zweimal in die Brieftasche.

Bei "Ein Ring fliegt" entlieh sich der Autor von "Herzblut" den Ring einer Zuschauerin und zerrieb ihn über einem kleinem Metalldöschen. Als Pfand, falls der Ring verloren geht, bot er ihr seine Stereoanlage an die noch in seiner Wohnung stand. Angeblich sollte sich der Ring nun in der Dose befinden. Doch zum Entsetzen der Zuschauerin war der Ring in der Dose leider der Falsche. Aber versprochen ist versprochen. Der Vorführende holt also sein Schlüsseletui heraus und präsentiert den Ring eingehakt zwischen seinen Schlüsseln.

Im Anschluss folgte "Matricks", eine sehr visuelle Münzwanderung. Hierfür legte Christian in alle vier Ecken seiner Unterlage eine, mittlerweile wohl Antike, 5-DM-Münze und bedeckte sie mit je einer Karte. Sehr schnell und visuell wanderten 3 Münzen nacheinander unter eine Karte; die letzte sogar unter die Hand einer Zuschauerin. Weder Trick- oder Zusatzmünze wurden für diesen schönen Effekt benötigt.

Der letzte Effekt vor der Pause nannte sich "Augenschein". Zwei rote und zwei schwarze Karten werden mehrmals sichtbar ineinander gemischt, sogar abwechselnd auf den Tisch gelegt. Trotzdem trennen sie sich jedesmal wieder in rot und schwarz.

Nach einer leckeren Pause, in der Christian für alle Fragen zur Verfügung stand, ging es mit dem Hindufaden weiter. Ein Garnfaden wurde ein kleine Stücke gerissen und restauriert. Nebenbei hörten wir von Christian ein sehr schönes Gedicht über den Faden des Lebens.

Es folgte eine verblüffende Kartenvorhersage namens "Skarabäus". Hierbei hatte der Zuschauer eine freie Wahl zwischen 13 Karten. Im Spiel lag die Vorhersage des Vorführenden als einzige Karte verkehrt herum. Jedoch stimmte diese nicht mit der Zuschauerkarte überein. Als die Karte jedoch umgedreht wurde, stand auf der Rückseite der Name der Zuschauerkarte geschrieben.

In "Table Hopper's Dreamcard" erzählt Christian von einem Traum. In diesem Traum kam zufällig eine Seminarbesucherin vor, die dadurch sofort zur nächsten "Freiwilligen" wurde. Sie zog frei eine Karte (dieselbe wie in Christians Traum). Seine Vorhersage, die einzige rote Karte und mit der Aufschrift "Dream Card" versehen, stimmte natürlich mit der frei gewählten Zuschauerkarte überein.

In den Endspurt ging es mit "Snow Wave". Eine vom Zuschauer nur gedachte Karte lag als einzige verkehrt herum im Spiel. Als wäre das nicht genug, war sie auch die einzige bedruckte Karte, denn alle anderen Bildseiten waren schneeweiß.

Als Letztes zeigte Christian "A Mentalist's Dream". Zwei Zuschauer haben irgendwo abgehoben und sich die dort liegende Karte gemerkt. Ohne Fragen konnte Christian die Gedanken der Zuschauer lesen und so die richtige Karte nennen. Diesen super Mentaleffekt hat er aber ganz für sich behalten, allerdings war er käuflich zu erwerben.

Herzlichst Ihr
Kay Born