65 Jahre Stolina

Seminarbericht Bernd Schäfer

Bernd Schäfer

Kinder-Zauber-Stücke

Obwohl ein Seminar für das Kinderpublikum: Die rasante Eröffnung des Vortrags riss sogar die erwachsenen Seminarteilnehmer mit. Ein Münzfang, die Zauberkiste und eine Fingerhutroutine waren der temporeiche Einstieg in das neue Seminar von Bernd Schäfer aus Bremerhaven. Unter dem Titel "Kinder-Zauber-Stücke" präsentierte am 3.11.02 der aus dem "hohen Norden" stammende Künstler sein zweites hochinteressantes Seminar bei Stolina in Oelde. Neue Ideen, Kunststücke und Routinen, direkt aus den Programmen des Semiprofis begeisterten uns Teilnehmer bis zur abschließenden Routine mit einer zaubernden Handpuppe. Wie im ersten Seminar "Kinder, Kinder, welch ein Publikum" fehlte es nicht an wertvollen Hinweisen über die Kommunikation mit den Kindern, über das geschickte Verknüpfen von Kunststücken und über den logischen Ablauf eines Programms. Bernd Schäfer verstand es, mit seinem engagierten Vortrag und lebhafter Körpersprache, so wie ich es gesehen habe, alle Teilnehmer in seinen Bann zu ziehen und ihnen wertvolles Wissen zu vermitteln.

Wir sahen, wie eingangs erwähnt, eine kurze Münzfangroutine als Aufwärmer mit abschließender Produktion einer Riesenmünze, eine abwechslungsreiche Fingerhutroutine, Bernd Schäfers Schwammballroutine, bei der die Kinder pausenlos in Atem gehalten werden, eine Papierrestauration nach Ideen von Mark Leveridge und Juan Tamariz, bei der ein Kind über seine eigene Zauberei staunt (die auch von Erwachsenen mit viel Applaus bedacht wird.) Sehr angetan waren wir auch von den "Comedy-Pumpen" als Eröffnungskunststück, Bernd Schäfers Kunststück "Schnappschuss" und wieder, wie im ersten Seminar, eine schöne Handpuppenroutine, bei der die Puppe in einem Kasten erscheint und das gleiche Seilkunststück beherrscht wie der Zauberer.

Neben den neuen Kunststücken zeigte Schäfer interessante Möglichkeiten auf, das Malbuch und den Würfelkasten anders vorzuführen als andere, und bereicherte das Seminar mit lustigen Papierhutmanipulationen, einer Eintrittskarte als Zwischenspiel und mit der Darstellung, wie in Deutschlands Städten unterschiedlich (!) gelacht wird.

Das Angenehme an Bernd Schäfers Seminar: Man merkt sofort: Hier gibt jemand ein Seminar, von dem wir wirklich profitieren können. Es gibt keine sogenannten Lückenfüller, Zeitschinder oder Schreibtischideen. Die Art der Wissensvermittlung ließ keine Langeweile aufkommen. Wir hoffen, dass Bernd Schäfer auch 2003 den Weg von der Küste in das Binnenland antritt und uns wieder an seinen Kunststücken und Erfahrungen teilhaben lässt.

St. Trebor