65 Jahre Stolina

Lexikon - T

Table Hopping

Spezialgebiet der Mikromagie oder Close-up-Zauberei, bei dem der Vorführende in einem Restaurant o. ä. von Tisch zu Tisch geht und den dort sitzenden Gästen kurze Close-up-Programme zeigt. Die Schwierigkeit liegt besonders darin, an jedem Tisch möglichst schnell die Gunst der Zuschauer zu gewinnen, die ja zumeist nicht eigens wegen des Zauberkünstlers gekommen sind.

Talerfang

Das Produzieren von einzelnen Münzen aus der Luft. Die Münzen werden dabei hörbar in einen Sektkühler o. ä. geworfen, bis dieser schließlich ein Dutzend oder mehr Münzen enthält.

Tanzender Spazierstock / Tanzender Stock

Kunststück, bei dem ein Stock in der Luft schwebt und (meistens zu Musik) tanzt.

Taschendiebstahl

Randgebiet der Zauberkunst, bei dem der Vorführende einem oder mehrerern Zuschauern unbemerkt persönliche Gegenstände entwendet und später wieder zurückgibt. Der Taschendiebstahl verlangt eine hohe Geschicklichkeit und die Fähigkeit zur Misdirection .

Taschenspieler

Gaukler , der aus der Tasche heraus zaubert, d. h. alle Requisiten für seine Vorführung in einer Umhängetasche mit sich herumträgt und somit keine Aufbauten o. ä. benötigt.

Täuschung

Grundelement der Zauberkunst. Eine Täuschung liegt vor, wenn der Zuschauer etwas zu erleben meint, das in Wirklichkeit nicht passiert. Die Täuschung wird durch den Vorführenden hervorgerufen, indem er die erlernten und im "normalen" Leben bewährten Denkschemata der Zuschauer ausnutzt, die Aufmerksamkeit und das Denken der Zuschauer lenkt und alle Handlungen unverdächtig und natürlich aussehen lässt.

Täuschungskunst

Andere Bezeichnung für Zauberkunst.

Täuschungskünstler

Andere Bezeichung für Zauberkünstler.

Telefonbuchtest

KlassischesMental experiment, bei dem der Vorführende einen vom Zuschauer gewählten Namen aus einem Telefonbuch ermittelt.

Teufelstuch

Hilfsmittel, mit dem man kleinere Gegenstände, z. B. einen Fingerring, verschwinden lassen kann. Dazu wird aus dem Teufelstuch ein Beutel gebildet, indem man die vier Enden zusammenbringt. Der Gegenstand wird in den so gebildeten Beutel geworfen und ist nach dem Ausschütteln des Tuches verschwunden.

Three Card Monte

Siehe Kümmelblättchen .

Tilt

Kartengriff, bei dem eine Karte scheinbar mitten ins Spiel geschoben wird, in Wirklichkeit aber an die zweite Stelle von oben gelangt.

Timing

Die zeitliche Abfolge von Handlungsschritten und die richtige Synchronisation von Vortrag und Bewegung. Bezieht sich auch auf das richtige Setzen von Pausen und die Schnelligkeit der Vorführung.

Top Change

Siehe Filieren .

Tourquinet

Siehe French Drop .

Travellers

Karteneffekt, bei dem mehrere Karten, meistens die vier Asse, aus dem Kartenspiel in verschiedene Taschen des Vorführenden wandern . Zu diesem Thema gibt es zahlreiche Varianten.

Tricktechnik

Alle Handlungen, Bewegungen, Griffe oder Mechanismen, die zur Erreichung eines Effektes notwendig sind. Nicht in die Tricktechnik eingeschlossen sind psychologische Aspekte wie z. B. Misdirection .

Triplieren

Das Handhaben von drei Karten wie eine.

Triumph

Karteneffekt, bei dem ein Kartenspiel so gemischt wird, dass die Karten durcheinander bildoben und bildunten liegen. Zum Schluss sind alle Karten wieder gleich ausgerichtet bis auf die zuvor gewählte Zuschauerkarte. Dieser Effekt kann durch Anwendung von Kartengriffen oder präparierten Karten erzielt werden.

Tuchei

Kunststück, bei dem ein Tuch in ein Ei verwandelt wird. Wird auch oft als Aufsitzer vorgeführt. Dabei wird zunächst erklärt, man brauche ein hohle Plastikei, in das man das Tuch stopfe. Zum Schluss verwandelt sich das Plastikei jedoch in ein richtiges Ei, das aufgeschlagen wird.

Tuchfärbung

Beliebtes Kunststück, bei dem ein Tuch oben in die Faust gestopft wird und unten aus der Faust in einer anderen Farbe wieder zum Vorschein kommt. Es gibt auch andere Versionen, bei denen sich z. B. zwei zusammengeknotete Tücher ohne Abdeckung durch kurzes Darüberstreichen färben.

Tuchrahmen

Kunststück, bei dem zwei Tücher an die Seiten eines Rahmen geknotet werden. In den Rahmen wird ein aufgeblasener Luftballon gesteckt. Ein drittes Tuch wird mit Hilfe einers Tuchrevolvers auf den Rahmen geschossen, der Luftballon platzt, und das verschwundene Tuch erscheint zusammengeknotet zwischen den beiden anderen Tüchern.

Tuchrevolver

Ein Tuch wird über den Lauf eines Revolvers gelegt. Beim Abfeuern verschwindet das Tuch blitzartig und kann an anderer Stelle, z. B. in einem Tuchrahmen, wieder erscheinen.

Twisting the Aces

Kartenkunststück, bei dem die vier Asse zunächst alle bildoben liegen. Nach und nach drehen sich die Asse in diesem Viererpäckchen bildunten. Der Effekt wird meistens durch Falschzählen erzielt.