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13. Oktober 2003 gastierte Pavel auf seiner MZvD-Seminartournee
bei Stolina-Magie in Oelde.
Nachdem der
sympathische Künstler scherzhaft auf seine sprachlichen Probleme
hingewiesen und einen kurzen Ablauf seines Seminars gegeben hatte,
schilderte er kurz das Entstehen seiner Kunststücke: das Zusammenspiel
von Effekt und Methode ("Es gibt nichts Neues unter der Sonne").
In seiner bekannten Art präsentierte er dann zu Effekten diverse
Methoden, die sich ein ums andere Mal steigerten.
Er begann mit
dem Problem, ein Seidentuch auf einem Seilknoten
erscheinen zu lassen. Drei Methoden wurden präsentiert, um
dies zu realisieren. Als Abschlussgag erschien auch noch die Krawatte
des Seminaristen auf dem Seil.
Als nächstes
folgte eine Reihe von Routinen mit (farbigen Kunststoff-)Ringen.
Sichtbare Platzwechsel der aufgereihten Scheiben am Seil bis hin
zu einem Blitzwechsel von aufgeknoteten Tüchern steigerten
sich die Effekte.
Auch die Kartenzauberei
kam zu ihrem Recht. Eine Zuschauerkarte erschien auf einem Kartenband
und Pavel zeigte, wie sie entweder mit einem schwarzen Kreuz, mit
andersfarbiger Rückseite oder … markiert die Übereinstimmung
bewies. Zusätzlich wurden noch andere Möglichkeiten aufgezeigt,
diese Methode anderweitig einzusetzen.
Das Erscheinen
einer Karte in einem Ballon rundete diesen Teil ab, nicht
ohne noch zusätzlich zu zeigen, wie ein Geldschein in einem
vorbestimmten Ballon auftauchen kann.
Nach
fast 1 ½ Stunden folgte dann eine wohlverdiente Pause, nach
der es sofort wieder in Pavels Lieblingsgebiet, Seile ging.
Das sichtbare
Zusammenfügen zweier gleich langer Seilstücke
zu einem Ganzen ohne Nahtstelle in der Mitte (!) verblüffte
alle Anwesenden.
Die folgende
Routine eines "Invisible Decks" war ein
echter Hit im Programm. Die vom Zuschauer gewählte unsichtbare
Karte materialisierte sich in einer Schachtel, die sich in der Brusttasche
Pavels befand ("Sie brauchen nur 52 Taschen").
Auch mentalmagische
Programmpunkte durften natürlich nicht fehlen. Die Vorhersage
der Reihenfolge von Wäscheklammern auf einem Seil
war der Beginn einer Folge von Möglichkeiten, Reihen von Farben
ja selbst von Menschen vorherzusehen.
Weiter ging
es mit dem Thema Knoten. Nicht nur, dass diese
auf einem Seil erschienen und wieder verschwanden, auch farbige
Knoten wanderten von Seil zu Seil. Den absoluten Höhepunkt
bildete ein schwarzer Knoten, der zunächst auf einem weißen
Seil erschien, um nach dem Entknoten ein schwarzes Teilstück
desselben zu werden.
Den
Abschluss bildete der "unmögliche Kartensteiger“.
Aus einer Schachtel entstieg, am Finger des Vorführenden hängend,
eine von einem Zuschauer gewählte, signierte Karte.
Selbstverständlich
durfte eine Zugabe nicht fehlen. Pavel wickelte
ein Stück Seil um eine Röhre. Jede Windung verwandelte
sich in einen kleinen Seilring. Im Innern der Röhre verketteten
sich diese, um zum Schluss als großer Seilring zu erscheinen.
Dieses Kunststück erfordert einen großen Aufwand an Präparationsarbeit
(oder – gekauft – ein paar Euro mehr).
Wer sein Seminar
1995 gesehen hatte, erkannte viele Effekte wieder. Doch –
wie angekündigt – gab es keine Wiederholungen alter Darbietungen.
Alles war sinnvoll und überlegt weiter entwickelt, ohne dabei
schwieriger zu werden. Mit über zwei Stunden war das Seminar
recht lang – aber zu keiner Zeit langatmig.
Das bebilderte
Seminarheft ist sehr anschaulich und informativ. Obwohl alle Kunststücke
sehr ausführlich erläutert wurden, hätte man sich
die Seilpräparationen gerne etwas genauer betrachtet.
Jürgen
Kalwa
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