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Wer
sind denn Chris Power & JJ ? Diese Frage werden sich einige
gestellt haben, als die Seminarankündigung von Stolina erschien.
Das Foto der beiden merkwürdigen Gestalten machte auf mich allerdings
keinen magischen Eindruck. Mein Freund, der Close-Up-Experte Willi
Wessel, meinte jedoch in seinem Berliner-Akzent: "Der kleene Dicke,
Chris Power, is juud!" Außerdem gaben die Beiden auch ein Seminar
auf der FISM in Lissabon und sind Herausgeber des Internetmagazins
"Opus" (opusmagazine.co.uk). Das hat mich überzeugt - also auf zum
Seminar nach Oelde!
JJ eröffnete
das Programm und stellte sich und seinen Partner vor. Da JJ als
einziger einen Führerschein besitzt, kann Chris Power bei den vielen
Autofahrten Handgriffe trainieren. Einen Kartenspalt hält Chris
folglich mit 2 mm, JJ mit 2 cm! Die Vorführung war allerdings bei
jedem Einzelnen Spitzenklasse. JJ ist ein guter Entertainer, Chris
Power besticht durch seine Langsamkeit und Perfektion.
Zu Beginn "JJ´s
Multifaceted Four Card Routine", eine exzellente 4-Karten-Produktion.
Dann folgte Chris Power mit "Subtle Sandwich"; eine Zuschauerkarte
erscheint magisch zwischen 2 Jokern. Im Anschluss demonstrierte
JJ "Cointraption"; 4 Münzen wandern mittels "Falltürchen"
durch den Tisch. Das Requisit aus Messing konnte man natürlich käuflich
erwerben, ebenso wie "Obscura", ein tolles Gimmick um Kartenwerte
heimlich zu erkennen. Vor der Pause wurde der Hammereffekt "The
Vanishing Deck" präsentiert. Ein Zuschauer verdeckte mit seinen
bloßen Händen das Kartenspiel. JJ zog unter dieser Deckung 2 vorher
gewählte Karten aus dem Spiel und "Zack" waren die restlichen Karten
weg!
In
der zweiten Seminarhälfte zeigte JJ dann die Erklärung; eigentlich
einfach, man muss nur Mut haben. Danach demonstrierte Chris Power
die traumhafte Routine "Coins through Silk"; 3 Münzen wandern
eindeutig durch ein transparentes Tuch. Zum Schluss "Your Card,
My Card, Anybody´s Card!". Eine Kartenroutine der Spitzenklasse,
bei der mit vielen unterhaltsamen Elementen die Zuschauerkarte unter
und in der Kartenschachtel erschien.
Ein anspruchsvolles
Programm, allerdings mit einem sehr, sehr hohen Niveau. Wer diese
Kunststücke zeigen will, muss perfektes Talent im Karten- und Close-Up-Bereich
vorweisen. Ein Lehrgang von Profis für Profis eben. Aber das sind
wir doch alle, oder? Willi Wessel, der auch für die Übersetzung
zuständig war, fand das Seminar jedenfalls "janz juud"!
Ralf Kleinemeier
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