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Astor Tora Magic
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| Boretti |
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Der
Kinderzauberer Boretti ist für "Insider" ein absolutes
Highlight, ein Fachmann. Seine vielen Bücher und stets ausverkauften
Seminare belegen das. Und wer als Kinderzauberer mit 10 verschiedenen
Zauberprogrammen 30 Jahre als Profi "arbeitet" oder "spielt",
hat Erfahrung genug für Dutzende von Seminaren und Workshops.
Stolina-Magie hatte zweimal ein volles Haus und konnte gleichzeitig
vielen Kunden und Interessenten mit vielen von Boretti gezeigten
Requisiten helfen, und Boretti und seine charmante Frau hatten auch
noch einen Koffer voller Requisiten dabei, die sich für Kinderzauberei
bestens eignen, wie Boretti demonstrierte.
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Einige seiner
Grundprinzipien entstammen langjähriger Erfahrung:
- Die Kinder
dürfen nie Angst vor dem Zauberer haben; Erwachsene oder
größere Kinder haben da vielleicht im Vorfeld genau
das Gegenteil erzählt.
- Die Kinder
sind, wie beim Kasperletheater, dem Zaubernden stets einen
Schritt voraus: sie wissen mehr als er; er ist der Überraschte.
So auch bei Aufsitzertricks. Der Zauberer ist der "Gelackmeierte"
(so im Originalton von Boretti). Was geschieht, geschieht gegen
seinen Willen, so sollen es die Kinder vermuten. Endlich dürfen
Kinder mal über einen Erwachsenen lachen.
- Problematisch
ist, wen man als Assistenten heraussucht. Boretti scheint
ein gutes Händchen dafür zu haben, stets das richtige
Kind herauszupicken, wie ihm die Kindergärtnerinnen bestätigen.
Eine Hupe hilft ihm dabei: sie funktioniert für jenes Kind,
das er sich aussuchen will, sonst schweigt sie.
- Dem Assistenten
gelingt, was dem Zauberer misslingt. Wenn es ihm gelingt,
lag's am Zaubersalz oder Zauberstab.
- Lustige
Gags wie das Händeschütteln (der Ellbogen des Assistenten
wird herumgedrückt, so dass er sich dem Vorführenden
mehrfach zum Ergreifen "anbietet") lockern auf.
- Kinder
haben ein besonderes Gespür fürs Spielerische, Überraschende,
Humorvolle.
- Eine
Distanz zum "Zauberkoffer" muss vorher festgelegt werden,
sonst kriechen einem die Kinder in die Requisiten und auf die
Füße.
- Beifall,
vor allem für die Assistenten, wird vorher eingeübt,
mit verschiedenen Klatschformen. Aber nicht Auslachen oder Buhrufen
bei Misslingen, sondern ein bedauerndes "Oooh".
- Altersklassen
nach Jahren: 3 bis 6, 6 bis 12. Kinder
über 12 sind wie Erwachsene einzustufen (dem stimmern vielleicht
nicht alle zu).
- Zaubern
mit Behinderten ist mit viel Fingerspitzengefühl zu handhaben.
Sie sind ganz besonders sensibel, aber auch, auf eine eigene Art,
am dankbarsten .
- Eine
kurze, kindgerechte Geschichte erleichtert Kindern das Verständnis
des Geschehens.
- Die Assistenten
erhalten von Boretti meist eine "Urkunde".
Manche
dieser Grundsätze und Erfahrungen demonstrierte Boretti an
einzelnen Kunststücken und Requisiten. Als Beginn zeigt er
gern einen Zauberstab mit Smiley-Ball auf der Spitze (mit Gummiband):
der verschwindet und erscheint wieder (mit Duplikat-Ball). Das wirkt
lustig und verscheucht letzte Reste von Ängstlichkeit.
Dass auch Manipulation bei Kindern möglich ist, demonstriete
Boretti mit einer Fingerhut-Nummer, aber statt Fingerhüten
erscheinen und verschwinden Heftpflaster, was für Kinder
eine leichte Identifikation ermöglicht; oder eine Fingerhut-Nummer
mit einer Handpuppe "Krümel" - Kinder liebe n
Puppen. Aufsitzer dürfen auch vor Kindern gezeigt werden, aber
weniger als Aufsitzer, sondern als lustige Überraschung.
Mit viel Applaus wurde jeweils seine persönliche Version bekannter
Zauberkunststücke bedacht, die er für Kinder abwandelte,
z.B. Würfelkasten , Hasenwanderung , Malbuch, Affenschaukel
(als Fischangel), Schirmillusion (mit bunten Socken auf
der Wäscheleine), Salzwunder nach Fred Kaps (das assistierende
Kind rennt von einer Seite zur anderen, um mit einem kleinen Eimer
den Sand aufzufangen), Pompons (Geschichte mit einem Polizisten
mit Hut), Multi-Pip-Card (Marienkäfer Hugo mit vielen
Punkten - einfach toll!) und die Seilvase. Als Abschluss
hat er gerne den Schneesturm (mit Konfetti). Alles in allem
ein lehrreiches Seminar, witzig und überzeugend dargeboten.
Der Besuch hat sich gelohnt.
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(Schimmel
- "Missio-Narr") |
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