Soulmates
Aaron zeigte uns seine Version von Daryls Selbstgänger "Untouched".
Das Schöne an dieser Version ist vor allem die eindrückliche
Geschichte, um die sich das Kunststück dreht: Gott und Teufel
spielen um die Seele des Zuschauers. Allein dieses Themas wegen
dürfte dieses Kunststück den Zuschauern noch lange in
Erinnerung bleiben.
Bicycle Thief
Vier Karten wandern aus einem Päckchen in die Tasche des Vorführenden
und sogar unter die offen auf dem Tisch liegende Kartenschachtel.
Dank der raffinierten Präparation der Karten ist dieser Effekt
selbst für den Einsteiger in die Welt der Kartenkunst relativ
schnell zu meistern und erweckt dennoch den Eindruck außerordentlicher
Geschicklichkeit.
The
Simple Searchers
Hier macht der Zuschauer alles selbst: Mittels zweier "Detektiv-Karten"
findet er seine selbst gewählte Karte, indem er das Spiel mehrmals
abhebt. Ein Kunststück, das man sich merken sollte, sind Selbstgänger
mit Zuschauerbeteiligung doch mit die praktischsten und stärksten
Waffen im Arsenal eines Zauberkünstlers.
The Nowhere Pass
Aaron erklärte des Anwesenden in aller Ausführlichkeit
seine Version der Scheinvolte (Bluff Pass). Seine Ausführungen
beginnen mit der Feststellung, dass dieser Griff so ziemlich der
dümmste sei, der jemals erfunden wurde - jedenfalls dann, wenn
man sich gedankenlos an die Beschreibungen bisherige Literatur halte.
Er stellte in geradezu wissenschaftlicher Manier die Probleme der
klassischen Scheinvolte dar und präsentierte uns dann seine
Lösungsvorschläge für diese Schwächen. Das Ergebnis
ist eine der ausgereiftesten Kartengriffe der letzten Jahre. Und
außerdem regten seine Abhandlungen dazu an, sich auch einmal
mit anderen "bewährten" Griffen auseinanderzusetzen.
Revolution No. 9
Eine halb ins Spiel gesteckte Karte dreht sich mittels einer magischen
Bewegung der Hand um. Der Vorführende wiederholt das Ganze
- doch diesmal drehen sich sämtliche Karten des Spiels um!
Selten hat man einen derart visuellen und leicht nachzuvollziehenden
Karteneffekt gesehen. Man ist fast geneigt, an echte Zauberei zu
glauben!
The Gravity Half Pass
Mit ähnlicher Akribie wie schon bei der Scheinvolte demonstrierte
Aaron seine Gedanken zur Halbvolte. Auch hier gab es wieder viel
über Körperhaltung, Spannung und Entspannung zu lernen.
Auch wenn man nach dem Besuch des Seminars nicht unbedingt gleich
eine perfekte Halbvolte hinlegen konnte, so kannten wir nun doch
zumindest eine "Abkürzung" auf dem Weg zur Perfektion.
Bei
all diesen Programmpunkten wusste Aaron durch seine sympathische
Art und seinen spitzbübischen Humor zu unterhalten. Waren die
Kunststücke selbst schon unterhaltam genug, so hat es die versammelte
Mannschaft bei einigen Erklärungen vor Lachen fast schon vom
Stuhl gehauen. Gleichzeitig gehörte das Seminar mit gut drei
Stunden zu den längsten, die jemals im Hause Stolina stattgefunden
haben. Kurzum: Ein Erlebnis-Seminar allererster Güte!
Frank Ollermann