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Salonmagie
Frühere Bezeichnung für Zauberkunst, die nicht auf einer
erhöhten Bühne, sondern auf einer Ebene mit dem Publikum
vorgeführt wird, wie es in den Salons früherer Zeiten
der Fall war. Heute wird diese Sparte der Zauberkunst meistens Partyzauberei
genannt.
Samba-Kugel
andere Bezeichung für Zombie-Kugel
Schiebeknoten
Falscher Knoten, der sich auf einem Seil verschieben lässt.
Schirmtrick
Kunststück, bei dem zunächst ein Schirm vorgezeigt und
in eine Röhre gesteckt wird. Dann werden einige Tücher
in einen Beutel gegeben. Der Effekt besteht darin, dass sich schließlich
in dem Beutel der Schirmbezug befindet, während an den Speichen
des Schirms die Tücher hängen.
Schlagzeilenvorhersage
Mentalkunststück, bei
dem die Schlagzeile einer zukünftigen Zeitungsausgabe vorhergesagt
wird.
Schlusstrick
Letztes Kunststück eines Programms, meistens das stärkste
im Repertoire des Zauberkünstlers. Häufig bleibt dieses
Kunststück den Zuschauern am nachhaltigsten im Gedächtnis.
Schnurstäbe
Zwei Stäbe, durch die an den Enden jeweils ein Loch gebohrt
ist, durch das je eine Schnur verläuft. Wird die eine Schnur
nach unten gezogen, zieht sich die ander Schnur nach oben, obwohl
zwischen den Stäben, wie der Vorführende nach und nach
zeigt, keine Verbindung besteht.
Schnurwürfel
Kleiner Würfel, durch den eine Schnur verläuft, auf dem
der Würfel hin und her gleiten kann. Auf Kommando des Vorführenden
kann der Würfel auf der senkrecht gehaltenen Schnur stehenbleiben,
obwohl er weiter nach unten gleiten müsste. Versucht es ein
Zuschauer, gelingt es nicht.
Schwammbälle
Werden gerne für Routinen im Close-Up-Bereich eingesetzt. Es
gibt mittlerweile eine ganze Reihe an Artikeln aus diesem Material,
z. B. Würfel, kleine Häschen oder Drachen. Auch der
Chicagoer Billardballtrick
kann mit Schwammbällen vorgeführt werden.
Schwarzes
Ei
Hilfsmittel, in das ein Tuch gestopft werden kann und das mit Hilfe
eines Zuges unter das Jackett befördert werden kann.
Schwarzes
Kabinett
Mit schwarzem Samt o. ä. verkleidete Bühne, vor der
schwarze Gegenstände oder schwarz verkleidete Personen nicht
sichtbar sind, so dass verschiedene Effekte möglich sind. Das
Prinzip des schwarzen Kabinetts wird auch in anderen Bereichen der
Zauberkunst, sogar im Close-Up-Bereich eingesetzt.
Schweben
Grundeffekt der Zauberkunst, bei dem scheinbar die Schwerkraft aufgehoben
wird. Der Gegenstand oder die Person schwebt entweder frei oder
mit nur geringer Unterstützung. Außerdem unterscheidet
man Schwebeeffekte, bei denen der Gegenstand oder die Person sich
bewegt oder stationär bleibt. Schwebeeffekte gehören zu
den stärksten Effekten der Zauberkunst.
Schwebende
Jungfrau
Klassische Illusion, bei der eine Dame, meist in liegender Position,
langsam auf- und abschwebt.
Schwebendes
Glas
Kunststück, bei dem ein Glas in der Luft schwebt, während
es aus einer Flasche o. ä. gefüllt wird.
Schwerpunktwürfel
Präparierter Würfel, der einen ausgeprägten Schwerpunkt
besitzt, so dass beim Würfeln immer die gleiche Zahl, meistens
die Sechs, gewürfelt wird.
Schwiegermuttertrick
Bekanntes und beliebtes Tücherkunststück, bei dem zwei
Tücher verknotet werden, ein drittes Tuch verschwindet und
schließlich zwischen den beiden anderen Tüchern verknotet
wieder erscheint.
Sechs-Karten-Trick
Kunststück, bei dem sechs Karten vorgezählt werden. Obwohl
immer wieder drei Karten weggeworfen werden, zählt der Vorführende
immer wieder sechs Karten vor.
Seidentuch
Wird in der Zauberkunst oft verwendet, unter anderem, weil es sich
sehr klein zusammenlegen lässt. Dadurch können aus einem
kleinen Raum viele solcher Tücher produziert werden. Übliche
Größen sind 20x20 cm, 30x30 cm, 45x45 cm,
60x60 cm und 90x90 cm.
Seifenblasenvermehrung
Version des Chicagoer
Billardballtricks mit Glaskugeln, bei der zunächst aus
einer Seifenblasenwolke scheinbar eine Seifenblase gefangen wird,
die sich dann zwischen den Fingern vermehrt.
Seilfestiger
Flüssigkeit, in die frisch abgeschnittene Seilenden getaucht
werden, damit diese nicht aufransen.
Seilmagnete
Hilfsmittel, mit denen zwei Seilenden miteinander im Verlauf eines
Kunststücks verbunden und wieder gelöst werden können.
Seilvase
Kunststück, bei dem ein Seil in eine Vase gesteckt wird und
die Vase an diesem Seil hängen bleibt.
Seilzerschneiden
Klassisches Kunststück, bei dem ein Seil (meist mehrmals) zerschnitten
und wieder hergestellt wird. Oft wird dieses Kunststück unter
Mitwirkung eines Zuschauerassistenten vorgeführt.
Selbstgänger
Bezeichnung für eine Trickausstattung, mit der man einen Effekt
ohne oder mit nur geringer Übung oder Fingerfertigkeit erzielen
kann.
Seminar
Veranstaltung, bei der ein bekannter Zauberkünstler eigene
Kunststücke erklärt und andere praktische und theoretische
Erfahrungen an die Teilnehmer weitergibt.
Seminarheft
Heft, in dem die Kunststücke und sonstigen Inhalte beschrieben
werden, die während eines Seminares
besprochen wurden. Seminarhefte dienen den Teilnehmern als Gedächtnisstütze.
Servante
Behälter, der vor den Zuschauern verborgen ist und aus dem
der Vorführende unbemerkt Gegenstände herausnehmen oder
in den er unbemerkt Gegenstände ablegen kann.
Serviettentrick/Serviettenzerreißen
Beliebtes Kunststück, bei dem scheinbar erklärt wird,
wie man eine Serviette zerreisst und nach dem Zusammenknüllen
wieder herstellt. Der Vorführende erklärt, dass man eine
zweite Serviette benötigt, die man gegen die zerrissene Serviette
austauscht. Wird schließlich die zerrissene Serviette wieder
entfaltet, zeigt sich, dass auch sie wieder hergestellt ist. Der
Serviettentrick wird auch als Aufsitzer
gezeigt, wobei dem Vorführenden scheinbar versehentlich der
Papierball der zerrissenen Serviette zu Boden fällt.
Schneesturm
in China
Kunststück, bei dem ein Papierball sich unter dem Wind eines
Fächers in unzählige kleine Schnipsel auflöst, die
in einer großen Wolke umhertanzen. Wird wegen der starken
visuellen Wirkung oft zum Abschluss eines Programms gezeigt.
Shuttle Pass
Griff, bei dem mehrere kleine Gegenstände, meistens Münzen
oder Bälle, von der einen in die andere Hand geworfen werden.
Dabei wird einer oder mehrere der Gegenstände verborgen gehalten.
Side Steal
Kartengriff, bei dem eine Karte aus der Mitte des Spiels an die
obere oder untere Stelle des Spiels gebracht wird.
Simsalabim
Zauberspruch, der vor allem durch den deutschen Zauberkünstler
Kalanag bekannt gemacht wurde.
Slip Cut
Kartengriff, bei dem das Spiel scheinbar abgehoben wird, in Wirklichkeit
aber nur die Lage einer Karte verändert wird.
Slow Motion
Aces
Kunststück, bei dem sich die vier Asse eines nach dem anderen
in einem Kartenpäckchen versammeln. Nach jeder Wanderung
wird gezeigt, dass ein As aus dem ursprünglichen Päckchen
verschwunden und im anderen Päckchen angekommen ist.
Spellbound
Münzenkunststück, bei dem sich eine Münze durch Darüberstreichen
in eine andere Münze verwandelt.
Spiegelglas
Spezialglas, das leer erscheint, obwohl sich darin eine Ladung
befindet.
Stegreifzauberkunst
Das Vorführen von Zauberkunststücken ohne Vorbereitung.
Meistens werden geliehene Gegenstände benutzt.
Stehendes
Seil
Kunststück, bei dem ein Stück Seil auf das Kommando des
Vorführenden hin erstarrt und z. B. senkrecht in der Luft steht.
Stehlen
Das heimliche Aufnehmen eines Gegenstandes, um ihn dann zu produzieren
oder anderweitig zu verwenden.
Straßenzauberkunst
Das Vorführen von Zauberkunststücken auf der Straße.
Der Straßenzauberkünstler hat oft einen transportablen
Tisch dabei, auf dem er seine Kunststücke vorführt. Oft
treten Straßenzauberkünstler als Gaukler
auf und richten ihr Programm entsprechend aus. Die besonderen Schwierigkeiten
der Straßenzauberkunst besteht darin, das Interesse der Passanten
schnell zu wecken, dauerhaft zu halten und mit "unbequemen"
Zuschauern zurechtzukommen.
Streamer
Produktionsgegenstand, der
aus einem langen zusammengerollten Seiden- oder Papierband besteht,
das bei der Produktion entrollt wird bzw. sich von selbst entrollt.
Stuhlschwebe
Illusion, bei der eine Person
auf ein Brett gelegt wird, das auf den Rückenlehnen zweier
Stühle ruht. Je nach Version werden ein Stuhl oder beide Stühle
weggezogen, manchmal auch noch das Brett, auf dem die Person liegt.
Svengalispiel
Trickkartenspiel, das aus 26 verschiedenen Karten und 26 gleichen
Karten besteht, wobei letztere etwas kürzer geschnitten sind.
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